Die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg, der Wartburgkreis, die kreisfreie Stadt Suhl, die Südthüringer Wirtschaftskammern und der forum Thüringer Wald e. V. bündeln ihre Kräfte und arbeiten künftig gemeinsam an Kernthemen der Regionalentwicklung. Mit dem gemeinsam erstellten Integrierten Regionalwirtschaftlichen Entwicklungskonzept (IREK) Thüringens Süden wurden im letzten Jahr die Weichen für die Förderung durch den Freistaat Thüringen gestellt. Nun gibt es grünes Licht aus Erfurt für seine Umsetzung. Damit können Projekte zur Fachkräftesicherung und Vermarktung der Region angeschoben werden.
Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt mit 600 000 Euro über drei Jahre den Aufbau des Regionalmanagements Thüringens Süden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Dafür erhielt der forum Thüringer Wald e. V. als verantwortlicher Träger einen Förderbescheid.
„Mit dem Regionalmanagement Thüringens Süden wollen wir einen Prozess zur Next-Level-Regionalentwicklung anstoßen. Ziel ist es, die Attraktivität der gesamten Region als Lebensmittelpunkt zu steigern und dies zu vermarkten“, erklärt Dr. Peter Traut, Vorstandsvorsitzender des forum Thüringer Wald e. V.
Arbeitsgrundlage des Regionalmanagements ist das IREK Thüringens Süden. Das Konzept basiert auf einer umfassenden Analyse der Stärken und Schwächen der Region. Es stellt die Handlungsfelder „Fachkräfte“, „Gemeinsame Erhöhung der Attraktivität als Lebensmittelpunkt“, „Standortmarketing für die Region“, „Infrastruktur und Digitalisierung“ sowie „Gewerbe und Wirtschaft“ in den Fokus der künftigen Aktivitäten.

Wolfgang Tiefensee, Thüringens Wirtschaftsminister, erklärt zur Förderung: „Regionen sind dann erfolgreich, wenn sie eng zusammenarbeiten. Südthüringen hat das erkannt und macht sich auf den Weg. Das wollen wir als Land mit der Förderung des Regionalmanagements unterstützen. Mit Projekten wie „INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald“ oder dem Thüringer Wald Firmenlauf hat der forum Thüringer Wald e. V. als Projektträger bereits erfolgreiche Projekte für eine bessere Sichtbarkeit der Region umgesetzt. Nun soll darüber hinaus eine übergreifende Zusammenarbeit möglichst vieler regionaler Akteure entstehen. Eine solche Kooperation ist der Schlüssel, um die Region insgesamt voranzubringen und Herausforderungen wie die Fachkräftesicherung anzugehen“.

Das Regionalmanagement wird von einer Lenkungsgruppe und einem Regionalbeirat begleitet. Ziel ist es, auch mit Landkreisen benachbarter Regionalmanagements inhaltlich zusammenzuarbeiten und projektbezogen zu kooperieren. Im nächsten Schritt wird ein Regionalbudget beantragt, das mit weiteren GRW-Fördermitteln in Höhe von 900 000 Euro über drei Jahre verbunden ist.